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Welche Formen der Laktose-Intoleranz gibt es?
1. Angeborener kompletter Laktasemangel (= Alactasie)
Hierbei handelt es sich um einen angeborenen, sehr seltenen Enzymdefekt,
welcher bereits im Säuglingsalter auftritt und durch einen
kompletten Laktasemangel gekennzeichnet ist.
2. Angeborener (primärer) Laktasemangel
Diese Form des Laktasemangels ist ebenso erblich bedingt. Die Laktaseproduktion
liegt im Kindes- und Jugendalter meistens noch vor und bildet sich
erst in späteren Lebensjahren, beziehungsweise nach der Pubertät,
zurück. Die Laktaseaktivität in der Dünndarmschleimhaut
wird im Verlauf so niedrig, dass Milch oder milchzuckerhaltige Lebensmittel,
in größeren Mengen verzehrt, Beschwerden auslösen
können.
3. Erworbener (sekundärer) Laktasemangel
Diese Art eines Laktasemangels ist nicht genetisch bedingt, sondern
erworben, z.B. durch bestimmte Erkrankungen, wie chronisch entzündliche
Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Zöliakie,
bakterielle Infektionen oder Pilzinfektionen des Darms, Darmgrippe,
Magen- und Darmoperationen, sowie durch die Gabe von Antibiotika
oder Zytostatika. Nach erfolgreicher Behandlung der Grundkrankheit
bildet sich die erworbene Milchzucker-Unverträglichkeit wieder
zurück.
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Was
ist Laktose (Milchzucker)? |