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Junge Stammzellen gegen Gefäßverkalkung (Arteriosklerose)

Ao.Univ.Prof. Dr. Karl-Heinz Preisegger

Gefäße junger Menschen sind gegenüber Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) deutlich widerstandsfähiger als Gefäße von Erwachsenen


Junge Stammzellen für kranke Gefäße - eine neue Perspektive aufgrund tierexperimenteller Erkenntnisse

Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) führt zu Gefäßverengungen und Verkalkungen. Die Folgen sind beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall oder mangelnde Durchblutung der Beine.

Risikofakturen sind:
- Rauchen
- Kalorienreiche Ernährung
- Erhöhte Blutfette
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Bewegungsmangel


Die Arteriosklerose ist aber vor allem eine Erkrankung des Alters. Gefäße junger Menschen sind gegenüber Arteriosklerose deutlich widerstandsfähiger als Gefäße von Erwachsenen. In einem jungen Organismus können Stammzellen aus dem Knochenmark kontinuierlich auftretende Gefäßschäden sehr gut reparieren und somit eine Arteriosklerose aufhalten.

Im Laufe der Zeit erschöpfen sich diese Stammzellen und lassen dann mit zunehmendem Alter die Arteriosklerose fortschreiten.
Neueste Forschungen im Tierexperiment haben herausgefunden, dass durch wiederholtes Impfen von Stammzellen aus einem jüngeren Lebensabschnitt das Fortschreiten einer bereits manifesten Arteriosklerose aufgehalten werden kann.

Das Nabelschnurblut ist besonders reich an solchen Stammzellen, die Gefäße reparieren können.
Aus diesen hochaktuellen Forschungen könnte sich somit eine völlig neue Perspektive für Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ergeben. Es ist vorstellbar, dass körpereigene Stammzellen im Alter eine Arteriosklerose aufhalten könnten.