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Kardiologie profitiert von Stammzellentherapie

09.06.2004

Quelle: ÄrzteWoche

Eine neue therapeutische Ära ist im Kommen

Bereits am Europäischen Kardiologenkongress 2003 in Wien wurde angeregt über den Einsatz von Stammzellen in der Herztherapie diskutiert – die Ergebnisse werden nun konkreter.

„Die Studienergebnisse zur Stammzellentherapie bestätigen unsere Hoffnungen, dass dieses moderne Verfahren unsere Möglichkeiten in der Herztherapie tatsächlich erweitert und verbessert“, so Prof. Dr. Dietmar Glogar, Abteilung für Kardiologie, AKH Wien. Den betroffenen Patienten wurden Stammzellen aus dem Knochenmark über Katheter in das Infarktareal injiziert. Dadurch kam es zu einer deutlichen Verbesserung der Durchblutung – insbesondere der Randzonen – und der Befindlichkeit der Patienten. Die Pumpleistung des Herzens verbessert sich und das Risiko einer Herzschwäche wird deutlich geringer. Glogar: „Stammzellen führen also zum Wachstum neuer Gefäße – und das sowohl beim Einsatz kurz nach einem Herzinfarkt als auch bei chronischen Herzerkrankungen.“

Prof. Dr. Erich Minar, Klinische Abteilung für Angiologie, AKH Wien, und sein Team untersuchten die therapeutische Angiogenese bei pAVK. Das viel versprechende Ergebnis: Sechs Monate nach der Transplantation von Stammzellen konnten bei 75 Prozent der betroffenen Gliedmaßen, eine Schmerzreduktion und eine Verbesserung der Wundheilung beobachtet werden. Bei 50 Prozent der Patienten ließ sich auch eine verbesserte Dichte in den Randzonen der geschädigten Areale feststellen.