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16.03.2005 Sollen Männer bestraft werden, die sich heimlich ihre Vaterschaft
beweisen lassen? In Deutschland soll jetzt nach langen hitzigen Diskussionen Männern unter Strafe verboten werden, heimlich die Kaugummis oder Zahnbürsten mit dem genetischen Material ihrer Kinder in Labors zu schicken. Labors sollen nur noch bei einem Gerichtsbeschluss oder der Zustimmung beider Eltern tätig werden können. Wenn Väter sich von ihren Lebenszweifeln befreien wollen, wird ihnen nur noch der Weg zu Gericht bleiben. Oder zur Partnerin, um ihr Einverständnis für den Test zu bekommen. Man stelle sich das weitere Glück vor, wenn der Partner beim Frühstücktstisch zwischen Müsli und Käsebrot fragt: "Du hast doch nichts dagegen, wenn ich den Kaugummi vom Maxi einschicke? Ich finde, er schaut mir überhaupt nicht ähnlich." Es gehe um das Selbstbestimmungsrecht der Kinder, argumentiert die deutsche Justizministerin. Es dürfte in gleicher Weise um den Schutz von Frauen gehen. Ein eigenartiger Schutz, den es bei uns weiterhin nicht geben wird. Wo verletzt das Selbstbestimmungsrecht des einen das Recht des anderen, stellt Österreichs Justizministerin Karin Miklautsch die Gegenfrage. Und ortet derzeit keinen Handlungsbedarf. Österreichs Mänmr dürfen also weiter testen lassen. Straffrei und ohne Frühstücksgespräch. Warum sollten auch Männer nicht genauso sicher wie Frauen wissen dürfen, ob sie der Vater sind. Sofern sie es wissen wollen. Wird hoffentlich einige geben, die sich auch ohne biologische Vaterschaft als Vater ihrer Kinder fühlen. Sie erreichen die Autorin unter carina.kerschbaumer@kleinezeitung.at |
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