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Aktuell Stammzellen bringen Arznei in Krebszellen Neue Therapie wird in Tierversuchen entwickelt In Deutschland erkranken jährlich rund 3.000 bis 4.000 Menschen an diesem Krebs. Im Durchschnitt überleben sie von der Diagnose an nur 12 bis 14 Monate. Eine bislang sehr trostlose Lage, wie Krebsforscher Wolfgang Wick sagt: Zum einen wachsen die entarteten Zellen unglaublich aggressiv, zum anderen blieben die üblichen Waffen der Medizin im Kampf gegen den Krebs weitgehend wirkungslos. Künftige Therapien müssten dem ausgeprägten Bewegungsdrang der Glioblastom-Zellen Rechnung tragen, betont der Tübinger Wissenschaftler. Die Zellen wanderten aus ihrem Ursprungherd entlang on Adern oder Nervenbahnen in andere Hirnregionen. Mehrer Studien haben nun gezeigt, dass sich embryonale Stammzellen, aber auch so genannte adulte Stammzellen aus dem Knochenmark ähnlich verhalten. Wick spricht von auffälligen Parallelen. In Tierversuchen werden diese Stammzellen bereits für die Behandlung von Nervenerkrankungen und Hirntumoren getestet. Direkt in krankes oder gesundes Hirngewebe von Mäusen gespritzt, verteilten sie sich binnen Tagen im gesamten Tumor. Berichtet der Mediziner. Offenkundig nutzen sie die Bahnen, denen auch die Tumorzellen gefolgt sind. Auf diese Weise könnten sie die Gliomzellen möglicherweise aufspüren. Zugleich mehren sich nach Angaben des Experten die Hinweise, dass man die Stammzellen in eine Vene spritzen kann und sie durch den Kreislauf ihren Weg zu kranken Gewebegebieten im Gehirn finden. Das würde eine zukünftige Therapie erheblich erleichtern, sagt Wick. Der Wissenschaftler will nun testen, ob sich die Stammzellen mit bestimmten Substanzen beladen lassen die den Krebs zerstören. In Frage kämen zum einen körpereigen Proteine, die Tumorzellen zum Selbstmord anstifteten. Zum anderen denkt Wick an Moleküle, die das Immunsystem vor Ort im Gehirn gegen die Krebszellen scharf machen. Mit Versuchen am Menschen sei jedoch erst frühestens in einigen Jahren zu rechnen.
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