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Stammzellen füllen Lücken in Knochen 17.06.2004 Größere Knochendefekte führte Medizin an ihre Grenzen.
Stammzellen sollen helfen. Durch Einsatz der Stammzellen hoffen die Ärzte auch komplizierte, nicht- oder schlecht heilende Frakturen durch Neubildung von Knochenzellen behandeln zu können. Ob die neue Behandlungsmethode funktioniert, werden wir allerdings erst frühestens in sechs bis acht Wochen wissen, sagt Köhler im Gespräch mit dem Handelsblatt. Adulte Stammzellen sind im Gegensatz zu ausgereiften (differenzierten) Körperzellen in ihren Aufgaben noch nicht festgelegt und können sich außerdem selbst erneuern. Im Körper haben sie das ganze Leben lang die Aufgaben, Gewebe zu reparieren und zu regenerieren. Da die Stammzellen nur in geringer Menge im Körper vorkommen, war die Therapie bislang nur schwer einsetzbar. Nur eine von etwa 10 000 Blutzellen des Knochenmarks ist eine Stammzelle. Daher ist die Vermehrung dieser Zellen von so großer Bedeutung, erläutert Schildhauer. Die chirurgische Universitätsklinik im Bergmannsheil arbeitet mit
einem computergesteuerten Zellinkubator des amerikanischen Biotechnologie-Unternehmens
Aastrom Biosciences. Die wenigen, aus dem Knochenmark isolierten Stammzellen
werden hier in einem geschlossenen System unter optimalen Bedingungen
zwölf Tage lang vermehrt. Am Ende dieser Zeit können die Mediziner
dann eine ausreichend große Menge von Stammzellen ernten, um die
Knochendefekte behandeln zu können. |
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