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Stammzell-Therapiestudie belegt: Herz wird angeregt

Quelle: Wiener Zeitung

Stammzellen regen Herz zur Selbstheilung an

Eine neue Studie zur Stammzelltherapie nach Herzinfarkten lässt Mediziner auf dieses Verfahren hoffen. Es sei der Nachweis gelungen, dass Stammzellen das Herz der Patienten zur Selbstheilung anregen und das Herzmuskelgewebe regenerieren können, sagte Professor Helmut Drexler von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Er stellt die nach seinen Angeben bisher weltweit größte Studie dieser Art am vergangen Samstag bei einer Tagung in Hannover vor.

Mit der Studie der MHH, die etwa eineinhalb Jahre lief, wurde die neuartige Therapie bei 30 Patienten eingesetzt. Weitere 30 bildeten die Kontrollgruppe und erhielten nur die herkömmliche Behandlung. Die Studie habe gezeigt, dass sich die Pumpleistung des Herzens mit den Stammzellen erheblich verbessere, sagte Drexler. Das Risiko, dass der Patient eine Herzschwäche bekomme, sei erheblich niedriger.

Für die Therapie wird Knochenmark aus dem Beckenkamm des Herzinfarkt-Patienten entnommen. Dann werden die Stammzellen gereinigt, per Katheter in die Infarkt–Arterie am Herzen injiziert. Die Stammzellen werden dem hannoverschen Forscher zufolge ein Mal innerhalb einer Woche nach dem Herzinfarkt gegeben. Drexler sagte, wenn auch so genannte Multicenter-Studien, an denen mehrere Kliniken beteiligt sein müssen, die Wirksamkeit bestätigten, stehe die Therapie von Herzinfarkt-Patienten vor einer neuen Ära.