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Steirische Forscher lehnen Klonen ab


24.05.2005

Quelle: steiermark@ORF.at

Steirische Stammzellenforscher stehen Experimenten, wie dem kürzlich veröffentlichten Klonen kranker Stammzellen durch koreanische Forscher, kritisch gegenüber. Sie setzen auf eigene Wege.


Stammzellen

Einfrieren von Stammzellen

Bereits vor vier Jahren gründete eine Gruppe Grazer Forscher ein privates Institut und begann damit, Stammzellen aus der Nabelschnur von Neugeborenen aber auch aus dem Knochenmark von Erwachsenen zu entnehmen, diese Stammzellen einzufrieren und sie so gleichsam für die Ewigkeit aufzuheben – oder zumindest bis zu jenem Zeitpunkt, zu dem der Spender mithilfe seiner eigenen Stammzellen von einer Krankheit geheilt werden kann.
Bereits vor vier Jahren gründete eine Gruppe Grazer Forscher ein privates Institut und begann damit, Stammzellen aus der Nabelschnur von Neugeborenen aber auch aus dem Knochenmark von Erwachsenen zu entnehmen, diese Stammzellen einzufrieren und sie so gleichsam für die Ewigkeit aufzuheben – oder zumindest bis zu jenem Zeitpunkt, zu dem der Spender mithilfe seiner eigenen Stammzellen von einer Krankheit geheilt werden kann.

Entwickeln sich zu jeder Zelle weiter
Stammzellen sind Zellen in einem frühen Stadium, die sich zu jeder beliebigen Zelle weiter entwickeln, je nachdem, wo sie angesiedelt werden – Muskel, Haut oder irgendein Organ.

4.000 Depots angelegt
Mittlerweile sagt der Grazer Stammzellen-Experte, Karl-Heinz Preisegger, hätten mehr als 4.000 Personen ihr Stammzellen-Depot bereits angelegt. Dass mit Hilfe dieser Stammzellen Patienten von ihrer Krankheit befreit werden können, sei keine Zukunftsmusik.

Krankes Gewebe wird erkannt
„Wir haben gelernt, durch Hunderte und Tausende klinische Beobachtungen weltweit, dass unsere eigenen körpereigenen Stammzellen fähig sind, krankes Gewebe zu erkennen, wenn sie dorthin kommen, und dass sie sich dort umwandeln in jenes Gewebe. Sie müssen nur entsprechend an den Ort gebracht werden und wahrscheinlich bei alten Menschen entsprechend aktiviert werden.“

Klonen: „Gefahr zu groß“
Stammzellen zu klonen, indem man sie in embryonale Eizellen einsetzt, werde man in Graz nicht machen, sagt der Experte. Derartige Forschungen seien auch abzulehnen, „weil sich mit diesen embryonalen Stammzellen bisher noch nie ein Therapieerfolg gezeigt hat, es funktioniert nicht und die Gefahr ist viel zu groß.“

„Jeder wird sein Depot anlegen“
Irgendwann, ist der Grazer Experte überzeugt, werde jeder sein Stammzellen-Depot gleichsam als Reserve-Lager für zukünftige Behandlungen anlegen. Ob die Sache dann billiger wird, ist fraglich. Derzeit kostet der Eingriff 1.500 Euro und das Tiefkühlen jährlich 20 Euro zusätzlich.